Sparen Sie 100€/Jahr

mit einem kostenlosen Girokonto. Vergleich starten!

kostenlose Girokonten »

Girokonten für jedermann

Das Jedermann-Konto ist eine Forderung der Europäischen Union, deren vollständige Umsetzung in Deutschland bislang noch nicht erfolgte. Stattdessen haben Bankverbände in einer Selbstverpflichtung zugesagt, jedem Antragsteller ein Girokonto auf Guthabenbasis einzuräumen.

Die meisten Institute halten sich jedoch nicht an diese von der Bundesregierung eigentlich als verbindlich angesehene Selbstverpflichtung, sondern lehnen die Kontoeröffnung mit teilweise fadenscheinigen Begründungen ab.

Ohne Konto ist das Zahlen teuer

Wer kein Girokonto besitzt, muss alle Zahlungen bar leisten oder eine Bareinzahlung zugunsten eines fremden Kontos vornehmen. Für diese Einzahlungen verlangen Geldinstitute hohe Gebühren, die persönliche Übergabe geschuldeter Geldbeträge ist in der Praxis oftmals nicht möglich. Auf diese Weise entstehen über kein Girokonto verfügenden Menschen hohe zusätzliche Kosten. Diese sind besonders ärgerlich, da es sich bei den Betroffenen nahezu ausschließlich um Personen mit großen finanziellen Problemen handelt. Auf der Einnahmenseite besteht eine wenig genutzte Umgehungsmöglichkeit, deren Existenz selbst Behörden und Arbeitgebern oft nicht bekannt ist. Die meisten Geldinstitute erlauben Einzahlungen auf Sparkonten auch mittels Überweisungen durch Dritte. Sie beschränken dabei jedoch die Höhe des zugelassenen Überweisungsbetrages, so dass sowohl Transferzahlungen als auch Gehälter bei der Verwendung dieser Möglichkeit in zwei bis drei Teilbeträgen überwiesen werden müssen. Trotz dieser Möglichkeit scheuen Arbeitgeber die Einstellung von Mitarbeitern, wenn diese über kein Girokonto verfügen. Hierzu trägt auch bei, dass Standardprogramme zur Gehaltsabrechnung eine solche Aufteilung nicht vorsehen und die erforderliche Umstellung kostspielig ist. Die Konsequenz aus der Nichteinstellung wegen eines fehlenden Girokontos besteht somit darin, dass Betroffene keine Anstellung finden und aus diesem Grund ihre finanziellen Angelegenheiten nicht regeln können.

Selbstverpflichtung und Sparkassengesetz

Neben der Selbstverpflichtung privater Banken verlangen die Sparkassengesetze fast aller Bundesländer, dass die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute jedem Antragsteller ein Girokonto auf Guthabenbasis einrichten. Sie dürfen die Kontoeröffnung nur ablehnen, wenn der mögliche neue Kunde das Konto mit hoher Wahrscheinlichkeit missbrauchen wird oder ihnen die Kontoführung nicht zugemutet werden kann. Die Einrede der Nichtzumutbarkeit bezieht sich eigentlich nur auf Extremfälle wie vorausgegangene Beleidigungen durch den Antragsteller, sie wird von den Instituten jedoch als Freibrief für die Kontoablehnung missbraucht. Die Ursache ist leicht erkennbar, denn mit Girokonten verdienen Banken kaum Geld, wenn der Kunde nicht gelegentlich Zinsen für einen negativen Saldo zahlt oder weitere Produkte nutzt.

 
Tracking deaktivieren Tracking anzeigen Tracking aktivieren